Montag, 17. September 2012

Nach meiner Zeit

Manchmal bin ich traurig und stell mir Fragen die quälen,
Gedanken durchschwirren den Kopf.
Von einer der Fragen will ich erzählen,
denn diese stell ich mir oft.

Was wird sich ändern, was wird man tun?
Entsteht eine Leere und Trauer?
Wenn ich beginne ewig zu ruhn,
wird man mich vergessen nach kurzer Dauer?

Ich lebe nach eigenem Herz,
lasse mich nicht verbiegen.
Doch hinterlasse ich Schmerz,
wenn meine Zeit wird versiegen?

Hab nicht viel erreicht,
war kein großer Held.
War nur ein kleiner Geist,
ein Staubkorn der Welt.

Gigantisch die Linie der Zeit,
bedeutungslos wir Menschen darin.
Wenn ich einmal sterbe, dann bitte zu zweit,
sonst hatte das Ganze für mich keinen Sinn.

Denken über Leben und Tod,
schon in jungen Jahren.
Ein Zeichen meiner seelischen Not,
die ich muss erfahren.

Alleine durch die Welt zu gehn,
jeder Schritt eine Qual.
Für mich ist kein Licht zu sehn,
kein einziger Strahl.

Dennoch lehne ich es ab aufzugeben,
suche weiter die Eine.
Vorher werd ich nicht abtreten,
will nicht auch im Tod sein alleine.

Montag, 10. September 2012

Zwei Gesichter

Der Mensch ist ein Tier,
das will ich erklären.
Bis jetzt und hier
jagt er Tiger und Bären.

Ob vom Aussterben bedroht
oder krank schon genug,
der Mensch jagt es mit Schrot,
tötet Vögel im Flug.

Manchmal ist man traurig und weint stundenlang
oder hört Musik und hat Spaß.
Doch jeder spürt diesen Drang
und gibt ihm auch nach.

Intelligent und grausam zugleich,
das ist unsre Art.
Wir werden mächtig und reich,
sind herzlos und hart.

Die Kälte im Herzen zu halten,
ist für viele normal.
Schieben ab ihre Alten,
fügen zu Schmerzen und Qual.

Doch nicht immer gewinnt unser dunkles Gesicht,
denn das Gute ist in jedem enthalten.
Lasse auch du es ans Licht,
lass Liebe und Mitgefühl walten.

Montag, 3. September 2012

Herbst

Der Wind braust durch Wiesen und Felder,
die Sonne geht später erst auf.
Bunt färben sich Bäume und Wälder,
das Schauspiel beginnt seinen Lauf.

Tiere bleiben öfter in ihrem Bau,
es gibt Regen und Sturm.
Der Himmel wird dunkel und grau,
du siehst nichts, nichtmal vom Turm.

Die ausgetrocknete Erde wird wieder nass,
die Stimmung getrübt durch viel Zeit ohne Sonne.
Es freuen sich Blumen und Gras,
die Tropfen am musizieren auf jeder Tonne.

Lass dir nicht nehmen Spaß und Freude,
jede Zeit hat gutes an sich.
Verlass auch im Herbst das Gebäude,
denn er bietet was schönes für dich.